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HOKA ONE ONE CLIFTON 5 - Testbericht

  • 22.02.2019

„Das Leichtgewicht mit maximaler Dämpfung

Der Lightweight-Trainer Clifton 5, entwickelt von der noch relativ unbekannten französischen Runningschuh-Marke HOKA ONE ONE®, die mit dem Slogan „Let’s Go!“ wirbt, ist mittlerweile bereits in der 5. Generation erhältlich.

Erkenntlich sind Hoka-Schuhe oftmals an Ihrer auffälligen Zwischensohlen-Geometrie, die aus einem speziellen Schaumstoff besteht, welcher eine langzeitige Dämpfung verspricht.

Die 5. Generation hat zudem etwas an Gewicht zugenommen und einen höheren Sohlenabsatz als gewohnt. Definiert wird der Schuh von seinem Hersteller mit den drei wichtigen Aspekten: leicht, bequem und ultraschnell.

Überzeugende Eigenschaften besaß der Schuh bereits in den ersten vier Generationen. Durch minimale Optimierungen der Hoka-Laufexperten, die aus jahrelangen Erfahrungen resultierten, sind wir jetzt bei einem vielversprechenden Modell angelangt, welches sich wirklich sehen lassen kann.

Eigenschaftsfakten zum Clifton 5

Leichtigkeit

  • bei einer Schuhgröße von 42 2/3 bringt das Schuhpaar nur erstaunliche 266g auf die Waage

Dämpfung

  • durch einen Schaumstoff gefüllten Sohlenabsatz wird eine höchst effektive Bodenkontaktdämpfung erreicht

Sohlen-Geometrie

  • die überdimensionierte Sohle (vorne 24mm, hinten 29mm) unterstützt einen kontinuierlich gleichen und dynamischen Laufstil

  • dank der Geometrie gelangt der Läufer schneller in die vordere Fußposition und kommt so in den flüssigen Lauf-Rhythmus

Atmungsaktivität

  • durch minimierte Overlays und eine durchdachte Obermaterial-Ausführung bietet der Schuh mehr Komfort und Atmung in der Laufphase

Langlebigkeit

  • Verstärkte Ösenleisten bieten einen gleichbleibenden und langlebigen Halt der Schnürung

Farbauffälligkeit

  •  die Farbauswahl bietet eine außerordentlich gute Erkennbarkeit bei Dämmerungsläufen

Griffigkeit

  • durch die niedrige Sprengung von 5mm, bietet der Schuh eine gute Griffigkeit auf unebenen Untergrund

Meinungsäußerung

Erster Eindruck

Als ich den Schuhkarton öffnete erinnerte mich der Clifton zuerst an einen Rehabilitationsschuh, auf Grund der überdimensionierten Schuhsohle. Optisch sehr gewöhnungsbedürftig, aber man sollte ja keine Vorurteile haben.
Zugleich war aber auch die hochwertige Materialverarbeitung sehr beeindruckend.

Oftmals kennt man von Laufschuhen gewisse Spaltmaße im Zusammenspiel von Sohle und Obermaterial – beim Hoka trifft dies nicht zu. Im Obermaterial befinden sich fluchtende Punktierungen für eine gewährleistete Atmung.
Die Schnürsenkel erinnern an ein Slim-fit Material, welche den Fuß spielfrei im Schuh beim binden fixieren lassen.
Um die gewohnte Sitzposition des Fußes beizubehalten, dient eine Schlaufe zum an- und ausziehen des Schuhes – auch hilfreich bei erheblichen Verschmutzungen durch Wald- und Unwetterläufe.
Die Sohle selbst ist flächendeckend nahezu komplett gefüllt, vorne etwas fester und hinten leichter, die Sprengung ist relativ niedrig.

Testlauf

Ich bevorzuge persönlich Offroad-Läufe, eine direkter Härtetest für den Clifton 5. Der Lauf wurde bei Schnee und vereistem Untergrund über Stock/Stein bei 2°C Außentemperatur durch den angrenzenden Wald absolviert.

Anfangs musste ich mich auf das für mich bis dahin ungewohnte abrollen gewöhnen, nach fünf Minuten ist dies aber auch passiert. Von einem unebenen Untergrund war nahezu nichts zu spüren, die Dämpfung war so effektiv wie versprochen.
Bei einigen Schneepassagen verlor der Schuh teilweise etwas an Grip, jedoch setzte sich die Sprengung unter der Sohle nicht zu – was sich besonders positiv auswirkte.
Extreme Sprengungen setzen sich aus meinen Erfahrungen gerne mit Dreck oder kleinen Schottersteinchen zu, welche einerseits störend wirken – aber auch die Schaumstoffsohle verschleißen könnten.
Nach einer Stunde Dauerlauf war ich einfach erstaunt, wie sich der Schuh schlägt.
Die Fußfixierung im Schuh nahezu identisch wie am Anfang, die Schnürsenkel legen sich durch Ihr weiches Stoffmaterial angenehm auf die Oberfläche ab und stören nicht.
Zudem war es in meiner Vergangenheit immer so, dass ein einlaufen von Laufschuhen zwingend notwendig war. Grund dafür ist mein breiter Fuß, der Clifton wird bei der Passform als Mittel deklariert, genau mein Fall
→ Einlaufen nicht nötig!

Meinungsäußerung nach ca. 75km

Nach ca. 75 gelaufenen km, hauptsächlich Offroad, etabliert sich der Clifton 5 als leicht und bequem, leider aber nicht als ultraschnell. Auf Grund der Dämpfung eignet sich der Schuh eher für lockere Läufe, bei einem plötzlichen beschleunigen fühlt sich der Schuh sehr schwammig an. Ab km 50 weitet sich das Obermaterial ziemlich sehr, der Schuh musste fester gebunden werden – was sich aber nicht negativ ausgewirkt hat.
Im Grunde genommen überrascht mich der Schuh sehr positiv. Die Sprengung ist unverändert.

Fazit  
 
Der Laufschuh eignet sich besonders für Mittelgewichte Personen bei längeren und dynamischen Läufen. Das Leichtgewicht mit seiner maximalen Dämpfung ist einfach unübertroffen gut. Die optimale Passform verspürt man erst beim Tragen von Laufsocken. Geeignet ist er definitiv für jeden Untergrund: Asphalt, Wald, Wirtschaftsweg, Tartanbahn

Expertenmeinung

Der einzigartige Lightweight-Trainer Clifton 5 von der noch relativ unbekannten französischen Runningschuh-Marke HOKA ONE ONE®, lässt sich als „Das Leichtgewicht mit maximaler Dämpfung“ definieren. Ein spezielles Merkmal ist die besonders ausgeprägte Sohlenausführung, die es so derzeit auf dem Markt kein zweites Mal gibt. Die aus Schaumstoff bestehende Sohle dient für eine langlebige und gleichbleibende Dämpfung. Durch unterschiedliche Härteklassen, vorn und hinten, ist ein dynamisches Abrollen gewährleistet, welches einen flüssigen Laufrhythmus ermöglicht. Auffallende Farbvarianten dienen auf Grund Ihrer Auffälligkeit speziell für Erkennbarkeit bei Dämmerungsläufe. Der Schuh ist speziell auf Personen zugeschnitten die lange und dynamische Läufe bevorzugen.

Der Artikel wurde geschrieben von Marc Kohlenbeck