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Nike Air Zoom Pegasus 35 Turbo - Testbericht

  • 15.01.2019

Testbericht - Nike Pegasus Turbo

nike peagasus

Der Nike Pegasus Turbo ist die Weiterentwicklung des Nike Pegasus. Der Laufschuh besticht durch geringeres Gewicht und ist daher durchaus eher als Wettkampfschuh zu betrachten.

Design und Konzept

Schon beim ersten Blick sieht man den Unterschied zu den klassischen Nike Laufschuhen. Der Pegasus Turbo will anders sein: schneller und stromlinienförmig. Dies zeigt unter anderem die spitz zulaufende Sohle am hinteren Ende. Insgesamt wirkt der Schuh schon beim Anschauen leichter und schneller, außerdem wählt Nike auch bei diesem Modell ein extragroßes Logo, das Obermaterial und Sohle miteinander zu verbinden scheint.

Die Farbwahl ist dabei ganz unterschiedlich, denn neben der gezeigten Farbe Barely Grey, bietet Nike noch andere Modelle an, von dunkel bis fast komplett weiß. Der Schuh wird übrigens bei allen Modellen durch eine andere Farbe quasi in der Mitte geteilt. Dieser „Mittelstreifen“ zieht sich als farbenfroher Eyecatcher über Lasche und Vorfuß bis unter die Sohle. Der neue Nike Laufschuh kommt auch bei den Damen gut an. Meine Frau hat sich gleich den Zoom Air Pegasus 35 Turbo gekauft. .

Die Sohle zeigt eine leichte Struktur, die definitiv nicht für das Gelände geeignet ist. Sicherlich kann man auch mal einen Waldweg betreten, aber Trails sind damit nicht zu machen. In der Sohle kommt der bekannte Nike Zoom X Schaumstoff zum Einsatz, der bereits für das Breaking2 - Projekt entwickelt wurde. Dabei soll eine hohe Energierückgewinnung entstehen, da der Schaumstoff direkt unter dem Fuß sitzt. In den Schnürsenkeln hat der Hersteller einen Flywire Faser verarbeitet, die den Fuß besser umschließen soll und den Halt auch für lange Läufe gewährleisten soll. Das Obermaterial ist etwas durchsichtig, so dass man sogar seinen Fuß erkennen kann, es ist sehr leicht, hat aber nicht den Flyknit Charakter der Zoom Fly Modelle sondern erinnert eher an „klassische“ Laufschuhe. Die Struktur ist atmungsaktiv und relativ flexibel, so dass sich unterschiedliche Füße in den Schuhen wohl fühlen können.

Wichtige Details:

  • Gewicht: 238 Gramm (Herrenmodell 44,5)
  • Sprengung: 10mm
  • Abgesetzter Gummibereich an der Sohle sorgt für Traktion
  • Abgeschrägte Ferse um ein besseres Abrollverhalten zu ermöglichen

Nike Pegasus

Mein persönlicher Eindruck

Nicht nur die Optik des Schuhs ist auf Schnelligkeit ausgelegt. Die Dynamik des Schuhs, seine Reaktionsfreudigkeit besonders auf Asphalt und das Abrollverhalten durch die neuartige Sohlenform, machen aus ihm einen tollen Begleiter für schnelle Läufe oder Intervalltraining. Dabei bleibt der Schuh sehr stabil, was für einen Läufer wie mich, der mit den Füßen immer mal wieder Probleme hat, sehr wichtig ist. Auch nach 15 Kilometern fühlte ich mich in dem Schuh sehr sicher, die relativ hohe Fersenkappe hilft mir dabei, meinen Fuß stabil zu halten. Die Dämpfung habe ich bereits beim ersten Lauf als sehr angenehm empfunden, dabei ist sie eher fester und vermittelt ein direktes Gefühl für die Straße. Das Abrollverhalten ist sehr angenehm, der ZoomX Schaum bietet eine gute Balance zwischen Dynamik und Sicherheit, ohne auf Dauer schwammig zu wirken.

Da ich einen eher schmalen Fuß habe, muss ich die Schnürung sehr weit zuziehen, um den richtigen Halt zu bekommen. Der Schuh ist eher für mittelbreite Füße gemacht, auch könnte die Vorfußkappe etwas schmaler sein, aber trotzdem fühle ich mich sehr sicher in den Schuhen, das Material umschließt den Fuß komplett und bietet in der Zehenbox genug Platz. Der Schuh fällt dabei normal aus, die Größe 44,5, die ich trage, ist mit anderen Schuhen des Herstellers vergleichbar.

Der Schuh bietet genug Platz für breitere Füße, und Läufer mit Problemen an der Achillesferse werden sich über die hohe Fersenkappe freuen. Die Zunge könnte etwas weniger gepolstert sein, allerdings ist das Klagen auf hohem Niveau.

Meinung nach über 100 Kilometern

Mittlerweile hat mich der Nike Pegasus auf vielen, schnellen Läufen begleitet, und das gute Gefühl gleich am Anfang hat sich immer weiter verfestigt. Ich bin mit der Passform, Dynamik und dem Aufbau sehr zufrieden und konnte damit sogar wieder einen Wettkampf bestreiten. Dabei nutze ich den Schuh hauptsächlich für Tempoläufe oder Läufe im Schwellenbereich, meistens auf einer 10 km - Runde. Der Eindruck, dass der Schuh nicht für das Gelände gemacht wurde und auch bei Regen nicht empfehlenswert ist, hat sich bestätigt. Nieselregen ist dabei kein Problem, aber sobald es zu nass wird, hält der Schuh nicht dicht. Die Dämpfung ist im Laufe der Zeit auch weiterhin sehr stabil geblieben. Es ist nicht zu fest und trotzdem bekommt man eine gute Rückmeldung über sein eigenes Tempo. Während der Einheiten haben sich keine Druckpunkte oder unangenehme Stellen herauskristallisiert, Blasen gehörten für mich ebenfalls nicht dazu, ein Scheuern konnte ich zu keinem Zeitpunkt feststellen.

Wo ist der Unterschied zum Zoom Air Pegasus?

Den neuen Nike Laufschuh Zoom Air Pegasus konnte ich auch testen. Dieser Laufschuh bietet eine noch größere Energierückführung als die anderen Nike Pegasus Laufschuhe.

Fazit

Jeder der gerne schnell unterwegs ist, sollte sich den Nike Pegasus Turbo genauer anschauen. Obwohl der Schuh für schnelle Läufe prädestiniert scheint, besitzt er einen angenehmen Halt und kann auch bei längeren Läufen absolut überzeugen. Für besonders schwere Läufer ist der Schuh durch seine harte Abstimmung aber wahrscheinlich nicht gemacht. Dabei liegt das Augenmerk klar auf Straße und Asphalt und weniger auf Waldwegen. Besonders gefallen hat mir der sichere Halt durch die hohe Fersenkappe und das Abrollverhalten durch die neuartige Sohlenform. Der Schuh ist für den Neutralfuß ausgerichtet. Ich selbst neige bei langen Läufen gerne zum „einknicken“, ich würde den Nike Pegasus Turbo durchaus auch Stabilschuh Läufern empfehlen.

Hier geht's zum Nike Air Zoom Pegasus 35 Turbo 

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Fabian Dietrich