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Asics Gel-Kayano 25 - Testbericht

  • 06.06.2019

Der Asics Kayano 25 im Test - Klassiker mit Pronationsstütze

Der Asics Kayano zählt zu den Stabilitätsschuhen. Somit ist er besonders geeignet für Überpronierer – jene Läufer, die eine Pronationsstütze benötigen, da ihr Fuß beim Abrollen nach innen einknickt.

Jedoch können auch Neutral-Läufer mit diesem Modell durchaus auf ihre Kosten kommen. So zum Beispiel Laufanfänger, deren Muskulatur noch nicht perfekt gefestigt ist. Oder Läufer, deren Muskeln insbesondere bei Long Runs auf den letzten Kilometern schwächeln und ermüden. 

1. Zahlen und Fakten

Testmodell: Damen

Gewicht: 278 g

Sprengung: 10

Technische Ausstattung:

Der Asics Gel Kayano ist vor allem aufgrund der technischen Schnickschnacks, welche überdurchschnittliche Dämpfung und Stabilität bieten, bei Sportlern beliebt.

Die Highlights:

  • FlyteFoam-Technologie, die nicht komprimieren
  • Sichtbares GEL, welches den Aufprall abschwächt und somit die Gelenke schont
  • FluidRide-Mittelsohle die den Fuß in seiner natürlichen Bewegung unterstützt
  • Nahtlose Konstruktion, die Druckstellen vermeidet
  • OrthoLite- Einlegesohle

Diese technische Ausstattung kommt natürlich zu einem Preis – mit ca. 180 Euro im Asics-Shop sind die Schuhe definitiv in der oberen Preisspanne für Laufschuhe.

2. Erster Eindruck

Wie zu erwarten hat der Schuh die gewohnte top Asics Qualität – super hochwertige Verarbeitung der Nähte, etc. Die Passform selbst überzeugt ebenfalls. Nach dem ersten Anprobieren wirken die Schuhe extrem fest – so hat man direkt das Gefühl von Sicherheit, auch bei Sprints und unebenen Strecken nicht den Halt zu verlieren. Ich habe relativ schmale Füße, aber die Schnürung erlaubt es, dass der Schuh perfekt sitzt.

Für mich ist das Design sehr gelungen. Oftmals haben die Stabilitäts-Laufschuhe den Nachteil, dass sie doch sehr klobig wirken. Nicht so dieses Modell von Asics!

Aufgrund des klassischen Designs und der Farbgebung in schwarz/weiß würde ich den Schuh auch mal bei sportlichen Aktivitäten in der Freizeit tragen, z.B. zum Wandern.

Wie auch auf dem Foto zu erkennen ist, ist die Fersenkappe extrem stabil, was vor Allem bei Läufern mit Überpronation unabdingbar ist.

3. Laufschuh in der Praxis

Im Vergleich zu anderen Modellen hat es bei diesem Schuh etwas länger gedauert, bis er eingelaufen war. Die Sohle ist relativ hart, woran man sich erst gewöhnen muss. Dies ist auch nach ca. 200 gelaufenen Kilometern noch der Fall. Möglicherweise ändert sich dies noch, wenn der Schuh lange getragen ist.

Auch nach einigen Testläufen kann ich bestätigen, dass die Schuhe extrem stabil sind und optimalen Halt bieten. Perfektes Tragegefühl, keine Druckstellen, Blasen oder Ähnliches - egal wie weit der Lauf. Die Schuhe sind sehr bequem, auch bei langen Läufen ändert sich am Trage-Komfort nichts. Jedoch muss ich sagen dass es sich nicht wie auf Wolken läuft, was teilweise bei anderen Laufschuhen der Fall ist. Dafür haben diese jedoch den klaren Vorteil, dass sie unübertroffen sind was den Halt angeht. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass sie für einige Läufer zu hart sind. Die Zehenbox bietet genug Freiraum und die Ortholite Sohle macht die Schuhe etwas weicher.

Die Sprengung von 10mm (Höhen-Unterschied zwischen Ferse und Zehen) ist beim Testmodell relativ hoch: Dies hat den Vorteil, dass der Aufprall beim Laufen besser absorbiert wird. Zu niedrige Sprengung hingegen kann schnell zu Verletzungen oder Überlastung führen, vor allem bei Laufanfängern die noch hinsichtlich Technik am Experimentieren sind. Manche Läufer beklagen jedoch, dass eine hohe Sprengung das natürliche Laufgefühl minimiert oder gar ganz zerstört. Ich denke, das ist Geschmacksache und auch damit verbunden, wie weit man in seiner Lauf-Karriere bereits fortgeschritten ist. Für mich sind die 10mm perfekt.

Die Lasche/Zunge ist super angenehm und gut gepolstert. Man kann die Schuhe bequem extrem eng schnüren, ohne dass sie Druckstellen am Fuß hinterlassen. Die Ösen sind perfekt verteilt und sehr nah beieinander - ich habe selten einen Laufschuh getragen, den man mit der Schnürung so perfekt an die Form des Fußes anpassen kann.

Hinsichtlich Untergrund ist der Schuh ein wahres Allround-Talent: Er bietet die besten Voraussetzungen für Stadion, Straße, Wald oder Trail. Die Schuhe sind relativ schwer, weshalb sie nicht unbedingt die besten Kandidaten für Tempoläufe sind. Der Testschuh ist nicht so „sperrig“ wie teilweise andere Laufschuhe, was dazu führt dass man auch z.B. beim Trail Running flexibel agieren kann. 

Da ich momentan in Thailand lebe, und somit fernab von Wiesen und Wäldern mit „natürlichem“ Untergrund nur auf Asphalt oder Laufband laufe, brauche ich besonders Schuhe mit guter Stütze. Getestet habe ich den Schuh auf Asphalt (Park in Bangkok und Strandpromenade in Phuket) sowie viele Male auf dem Laufband. Der Asics Gel Kayano ist an Stabilität wohl nicht zu übertreffen. Jedoch sind es nicht meine favorisierten Schuhe für das Laufband, da mir dort der Untergrund zu weich ist.

Da der Schuh einen relativ hohen Absatz hat, stellen auch Pfützen etc. kein Hindernis dar. Für mich spielt das Wetter beim Laufen keine Rolle mit diesem Schuh – ich hatte immer trockene Füße auch bei starkem Regen.           

Bezüglich Obermaterial muss ich jedoch zugeben, dass andere Laufschuhe atmungsaktiver sind, was vor allem bei den Temperaturen in Thailand auffällt.                                                                                                      

Für wen ist der Schuh am Besten geeignet?

Das Testmodell ist mit einer Pronationsstütze ausgestattet, und somit für Läufer mit Überpronation prädestiniert. Unter Läufern ist diese Fehlstellung weit verbreitet und zählt zu den häufigsten. Beim Auftritt treten diese Läufer mit der Innenseite des Fußes etwas nach innen. Dadurch, dass die Außenseite des Fußes  logischerweise somit angehoben wird, ist die Belastung beim Auftritt nicht mehr gleichmäßig verteilt. Zu diesem Zwecke haben spezielle Stabilitätslaufschuhe eine Stütze (Pronationsstütze), die diese Fehlstellung ausgleichen.

Woher merkt man, dass man eine Überpronation hat? Wenn diese stark ausgeprägt ist, hat man vor allem bei langen Läufen Gelenk- oder Knie-Schmerzen. Da ich nur eine leichte Überpronation habe ist dies bei mir nicht der Fall gewesen, aber eine Laufbandanalyse hat Aufschluss gegeben.

Jeder Laufanfänger sollte eine ausführliche Lauf-Analyse durchführen und das Abroll-Verhalten des Fußes von Experten beurteilen lassen. Wenn Sie bereits länger laufen, würden Sie verstärkte Abnutzung auf der Innenseite der Schuhsohle erkennen.

Vor allem Laufanfänger, die aufgrund von potentiell geringem Trainingslevel einem größeren Risiko für Verletzungen ausgesetzt sind, sollten zunächst auf einen stabilen Laufschuh zurückgreifen, dessen Sprengung und Dämpfung mögliche technische Fehler ausgleichen oder zumindest etwas abschwächen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Schuh ungeeignet ist für Profi-Läufer.

  • Dämpfung
    sehr wenig sehr viel
  • Stabilität
    sehr wenig sehr viel
  • Dynamik
    wenig viel
  • Untergrund
    • Bahn
    • Straße
    • Wald
    • Trail

Fazit

Zusammenfassend ist der Asics Gel Kayano für mich der perfekte Begleiter für Outdoor-Läufe jeglicher Art – ein wahres Allround-Talent sowohl für harten Asphalt als auch für unebenen Waldboden.

Abschließend ist der Schuh meiner Meinung nach am besten geeignet für Laufanfänger oder Läufer mit Überpronation, die auch bei schwierigem Untergrund und langen Strecken optimalen Halt bewahren wollen. Man sollte jedoch bedenken, dass die Pronationsstütze nicht für Jeden geeignet ist.

Als letzte Tipps vor dem Kauf: Wie alle meine Asics-Laufschuhe trage ich auch diesen Schuh eine Nummer größer als normale Freizeit-Schuhe. Das Einlaufen braucht gegebenenfalls etwas Zeit, da man sich unter Umständen erst an die feste Sohle gewöhnen muss.

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