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NIKE ZOOM X INVINCIBLE RUN

Mit dem Launch des React Infinity im letzten Jahr begann Nike, die Fearless Serie ins Leben zu rufen. Statt wie bisher gestützte Schuhe als Verletzungsprophylaxe zu verwenden wurde dieser Ansatz komplett überdacht. Das Abrollen und eine gesunde Pronation stehen im Vordergrund, um ohne Angst und verletzungsfrei laufen zu können.

Mit dem Invincible Run kommt nun das nächste Modell der Fearless Serie. Ausgestattet mit dem Zoom X Schaum soll der Schuh maximalen Komfort, wenig Gewicht und viel Energierückgewinnung liefern. Wie das klappt und wie der Schuh sich anfühlt konnte ich die letzten zwei Monate ausgiebig testen.


Test Invincible Run


Die ersten Kilometer

Als Mittelfußläufer war ich doch ziemlich gespannt, ob das gut gehen wird. So viel Sohle? So viel Dämpfung? 8mm Sprengung? Der erste Lauf fühlte sich dann auch sehr ungewohnt an. Speziell im Sprunggelenk konnte ich die veränderte Belastung spüren.

Die Sohle dämpft extrem, die breite Sohle vermittelt aber trotzdem Stabilität und zusammen mit dem festen Obermaterial Sicherheit. Was man aber wirklich spürt ist, dass das Zoom X Material die Energie nicht verpuffen lässt. Das gleiche Material wird auch in den Wettkampfmodellen wie dem Vaporfly oder Alphafly verwendet.

Die leicht vorgewölbte Sohle kenne ich bereits von anderen Modellen – das Abrollen fällt hiermit deutlich leichter als in „traditionellen“ Schuhen und gibt ein super angenehmes Laufgefühl. Der Invincible animiert dazu, am Tempo dranzubleiben.

Gibt man mehr Gas gibt der Schuh noch mehr zurück. Am ersten Berg löste ich die Handbremse und lief in deutlich schnellerem Tempo oberhalb der Laktatschwelle. KOM geknackt – Ziel erreicht. Von hier ab ging es dann gemütlich auf Schotter und Asphalt weiter. Die Sohle liefert viel Traktion, die noppenartige Struktur ist hier über die komplette Fläche im Einsatz. Auch bei Nässe liefert der Invincible Run jederzeit viel Traktion.


Test NIKE Run Invincible


Daily Trainer?

Mittlerweile sind seit dem ersten Lauf ca. 100km in dem Schuh vergangen. Speziell für die langen Runden ist es mein absoluter Lieblingsschuh geworden. Ich bin gefühlt weniger belastet und spüre meine Knochen weit weniger auch nach Distanzen über 20km. Außerdem vermute ich, dass die recht hohe Sohle meine Zehen vor Nässe schützt.

Für schnelle Einheiten hat er nach meinem Geschmack zu viel Sohle, da bieten sich direktere Modelle eher an. Möchte man aber spontan doch mal einen schnellen KM auf seiner Runde einbauen, hilft der Zoom X Schaum Vollgas zu geben. So konnte ich auch ohne Probleme mal ein Fahrtspiel mit Kilometer in unter 4:00min/km einbauen, ohne dass die Schuhe sich schwer oder fehl am Platz angefühlt hatten.


Testbericht Nike Invincible


Fazit

Ich laufe den Schuh mittlerweile ca. 3x die Woche. Er konnte einige Modelle aus meinem prall gefüllten Laufschuh Schrank verdrängen. Wer einen Schuh sucht, der möglichst viel Dämpfung für lange Einheiten im Grundlagen Bereich oder etwas darüber bietet, ist meiner Meinung nach mit dem Invincible Run von Nike bestens beraten. Dank der breiten Sohle liefert der Schuh Sicherheit und Stabilität auch für Läufer mit einer größeren Pronation im Sprunggelenk.


Test Run Invincible NIKE