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Nike Air Zoom Pegasus 37 - Testbericht

  • 08.06.2020

Mit dem Nike Pegasus 37 hat es Nike erfolgreich geschafft der Pegasus Ära ein weiteres Kapitel hinzu zu fügen. Die 37-jährige Erfolgsstory geht weiter, und wie!

Ich durfte diesen Schuh eine Woche vor dem Launch testen und mich selbst von den Fähigkeiten und Eigenschaften des neuen Pegasus überzeugen. Da ich erst 2018 zum Triathlon und damit zum Laufen gekommen bin, war ich neugierig, was mir „Frischling“ der Allrounder zu bieten hat. Gespannt habe ich den Schuh für den ersten Lauf geschnürt und los ging`s.

Absolviert wurden zwei längere Läufe im Grundlagenausdauerbereich, sowie eine schnelle Koppeleinheit.

Ob und in wieweit der Pegasus 37 zu überzeugen wusste, möchte ich Euch im folgenden Testbericht mitteilen.

Design und Verarbeitung:

Der Allrounder wirkt auf den ersten Blick sehr schlicht, sieht man sich den Schuh jedoch genauer an, ist es Liebe auf den zweiten Blick. Der Schuh sticht durch farbliche Akzente wie den knalligen Swoosh und den schimmernden Farbverlauf hervor, welcher dem Pegasus bei Sonneneinfall eine einzigartige Optik verleiht.

Angelehnt an den Vaporfly und den Next, hat man auch hier, wie in letzter Zeit typisch, eine spitz verlaufende Mittelsohle zur Ferse verwendet. War diese Form der Ferse zu Beginn zunächst gewöhnungsbedürftig, ist sie mittlerweile bei schnellen Schuhen von Nike nicht mehr weg zu denken. Durch das in der Oberfläche verwendete Mesh Material wird der Schuh gut belüftet, was ich persönlich als angenehm empfand.

Die wohl größte Änderung gab es beim Pegasus 37 im Bereich der Mittelsohle und dem Vorfuß, da hier der Nike React Schaumstoff verwendet wurde. Hierbei handelt es sich um einen strapazierfähigen Schaumstoff, der ohne zusätzliches Gewicht für bessere Dämpfung sorgt.

Das Air Zoom-Element erzeugt durch eine bessere Federung einen zusätzlichen Vortrieb im Vorfuß, weshalb der Schuh auch für schnellere Läufe und Intervalle geeignet ist.

Kennzahlen:

Mit seinen 285gr. (US 10) ist der Pegasus nur unwesentlich schwerer als sein Vorgänger und kann auch mit dem Pegasus Turbo nicht ganz mithalten. Trotzdem bewegt sich das Gewicht für einen Allround-Schuh in einem Bereich, in dem man ohne Probleme auch schnelle 5k-Wettkämpfe laufen kann.

Die Sprengung von 10mm (Vorfuß 14mm, Ferse 24mm) deutet den Vortrieb für den Vorfuß bereits an und macht ihn gegenüber dem Pegasus 36 nochmal dynamischer.

Passform

Der Schuh sitzt durch ein zusätzliches Band im Mittelfuß stabil, welches beim Laufen für hohen Komfort und mehr Sicherheit sorgt. Verstärkt wird die gute Passform durch die spitzverlaufende Ferse.

Obwohl das Zehenbett recht breit gehalten ist, verliert der Schuh aufgrund der sehr gut durchdachten Schnürung hier nicht an Stabilität. Im Gegenteil, man gewinnt an Beweglichkeit und der Fuß hat Platz zu atmen.

Bei schnelleren Läufen spielt der Pegasus 37 meiner Meinung nach seine größte Stärke aus, nämlich seine Sprengung und Dynamik im Vorfußbereich. Dank diesen spielt das höhere Gewicht des Schuhs im Prinzip keine Rolle und verleiht dennoch ein sicheres Tragegefühl.

Fazit:

Nike hat es erneut geschafft eine Neuauflage des Pegasus auf den Markt zu bringen, die eine Weiterentwicklung seines Vorgängers ist und trotzdem seiner Linie treu bleibt. Ein Schuh für Jedermann. Die UVP von 120.- ist zudem ein weiteres Argument sich diesen Schuh genauer anzuschauen, denn es gibt wohl kaum einen Schuh im Laufschuhsektor, welcher so ein breites Publikum anspricht und dazu in der Anschaffung absolut erschwinglich ist.